Über KI im Handwerk wird viel geredet — meist ohne Zahlen. Wir haben die aktuellen Studien zusammengetragen: die Bitkom-Studie zur Digitalisierung des Handwerks (veröffentlicht Anfang 2026) und die HERO-Studie zu Digitalisierung und KI im Bauhandwerk (Telefonbefragung, Sommer 2025), ergänzt um aktuelle Erhebungen für Niederösterreich. Das Bild ist eindeutig: Die Lücke zwischen 'wir wissen, dass wir sollten' und 'wir tun es' war nie größer — und genau darin liegt die Chance für Betriebe, die jetzt starten.
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
Fast alle kennen KI — kaum jemand nutzt sie
Laut HERO-Studie kennen 96 % der befragten Bauhandwerksbetriebe KI-Anwendungen. Aber: Nur 2 % nutzen sie täglich, rund ein Viertel wöchentlich — und 35 % gar nicht. Gleichzeitig arbeiten je nach Bereich 30 bis 50 % der Betriebe bei Buchhaltung, Dokumentation und Lagerverwaltung noch mit Stift und Papier. Der am weitesten verbreitete KI-Einsatzbereich ist übrigens das Marketing (31 %) — also genau der Bereich, der am wenigsten Zeit im Tagesgeschäft frisst. Die großen Zeitfresser Angebot, Telefon und Planung bleiben meist unangetastet.
Woran es wirklich scheitert
- 56 % nennen technische Komplexität als größte Sorge beim KI-Einsatz
- 50 % haben Datenschutzbedenken
- 43 % sehen unzureichende Digitalkompetenz im eigenen Betrieb
- Nur 29 % haben laut Bitkom Mitarbeiter, die mit KI umgehen können
Auffällig: Keine dieser Hürden heißt 'bringt nichts' oder 'zu teuer'. Die Betriebe zweifeln nicht am Nutzen — sie zweifeln daran, es selbst umsetzen zu können. Genau deshalb funktionieren fertige, betreute Lösungen im Handwerk besser als Do-it-yourself-Tools: Die Hürde ist nicht der Wille, sondern die Umsetzung.
Was Digitalisierung messbar bringt
Die HERO-Studie zeigt bei Betrieben mit digitalen Komplettlösungen deutliche Effekte: 88 % berichten von Umsatzsteigerungen (typisch 5 bis 15 %), 70 % von verbesserter Effizienz, 63 % von weniger Fehlern. Die Zeitersparnis liegt bei 10 bis 20+ Stunden pro Woche — das deckt sich mit unseren eigenen Kundenzahlen: Betriebe, die mit CoCaptain arbeiten, sparen im Schnitt rund 9 Stunden Büroarbeit wöchentlich, einzelne bis zu 20 Stunden.
Niederösterreich: Die Aufholjagd hat begonnen
Für Niederösterreich zeigen aktuelle Erhebungen: Rund 36 % der Menschen nutzen KI bereits beruflich, privat sind es 59 %. In den Betrieben hat sich die KI-Nutzung binnen zwei Jahren fast verdoppelt — von 12 % (2023) auf 23 % (2025) im industriellen Bereich. Übersetzt heißt das: Die Frühphase, in der KI-Nutzung noch ein Wettbewerbsvorteil ist, läuft gerade. In zwei, drei Jahren ist sie Standard — dann ist der Vorsprung weg.
Was die Zahlen für deinen Betrieb bedeuten
Wenn nur 4 % der Handwerksbetriebe KI nutzen, heißt das: In deinem Bezirk hat die Konkurrenz höchstwahrscheinlich noch nicht angefangen. Wer jetzt Angebote, Telefon und Planung automatisiert, gewinnt doppelt — durch gesparte Stunden heute und durch einen Vorsprung, den Nachzügler erst aufholen müssen. Der einfachste erste Schritt: ein kostenloses Erstgespräch, in dem wir gemeinsam durchgehen, wo in deinem Betrieb die meiste Bürozeit verloren geht.
Quellen
- Bitkom: Studienbericht Digitalisierung des Handwerks (2025, veröffentlicht Januar 2026)
- HERO Software: Studie Digitalisierung und KI im Handwerk (CATI-Befragung, Sommer 2025)
- Regionale Erhebungen zur KI-Nutzung in Niederösterreich (2025, u. a. Medienberichterstattung zu NÖ Betriebsumfragen)